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Ende
1988 verließ Richard, ein früherer Kirchenorganist die Band, um eine
Karriere in den Medien als religiöser Kommentator zu verfolgen. Jimmy trieb
dann seine Solokarriere voran, in der er weitere 5 Hit-Singles und zwei
Alben, "Read My Lips" ( 1989 ) und "The Singles Collection" ( 1990 )
herausbrachte. Dazu gehörten ein weiteres Disco-Cover von Sylvester's "You
Make Me Feel ( Mighty Real )", das in den Top Five war, und Francoise
Hardy's "Comment Te Dire Adieu", ein Duett in Französisch mit June Miles
Kingston. Er trug außerdem dem zum Aids-Awareness-Projekt-Album "Red Hot and
Blue" ein Cover von Cole Porter's "From This Moment On" bei.
Jimmy's Freimütigkeit bei Gay-Themen war für die großen Verkaufserfolge
seiner Singles und Alben kein Hindernis. Seine Ehrlichkeit als homosexueller
Künstler ebnete vielen anderen Künstlern sicherlich den Weg.
Seitdem er 1991 aus den Charts verschwand,
hat sich Jimmy ganz bewusst eine
Auszeit aus seinem Berühmtheiten-Dasein genommen,
um, wie er sagt, seine
Leben als Homosexueller in vollen Zügen in den Neunzigern zu genießen. Sein
neues Solomaterial spiegelte, wahrscheinlich noch stärker als je zuvor,
seine persönlichen Erfahrungen sowohl des Glücks als auch des Zorns, die er
in den letzten vier Jahren durchlebte, wieder.
Obwohl er sich in einigen Filmprojekten versuchte - er wirkte in Sally
Potter's "Orlando" mit und gründete mit Isaac Julien und anderen die
Gay-Filmfirma "Normal Films", um "Postcards From America" zu produzieren,
der beim New York Film Festival 1994 uraufgeführt wurde - so hat seine
Gesangstimme jedoch einen längern Urlaub hinter sich.
"In the last few years" sagt
Jimmy, "I've really lived life and discovered myself. I've also discovered
what it's like to be a part of a peer group that's been touched by the grief
and anger of Aids, which has taken away several close friends. The new songs
I've written deal with these very personal experiences of life, love, sex
and death."
Das Album "Dare To Love", erschienen im Juni '95, ist ein typischer
Achterbahn-Mix von Upbeat Pop Dance-Nummern und ernsteren Songs über
homosexuelle Angelegenheiten. Der Titel-Song über einen Mann, der einen
16-jährigen Jungen liebt und dafür mit Gefängnis und Verfolgung bedroht
wird, ist typisch offenherzig und knüpft eine thematische Verbindung mit
seinem früheren Material. |